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Orgelportraits Tempelhof-Schöneberg

Wissen Sie, warum die Orgel gern als „Königin der Instrumente“ bezeichnet wird? Ganz klar: Alle anderen Instrumente kann man nach Hause mitnehmen, nur die Königin nicht. Sie bleibt, wo sie ist und empfängt – ganz Königin – ihre Verehrer gnädig zur Audienz! Die Königin ist sogar Weltkulturerbe und wurde in diesem Jahr zum Instrument des Jahres gewählt. Über 800 Orgeln gibt es in Berlin, so viele wie in keiner anderen Stadt in Deutschland. Allein in den Kirchen und Kapellen in Tempelhof und Schöneberg stehen mehr als 20. Sechs von diesen Orgeln präsentieren die Kirchenmusiker des Kirchenkreises jährlich zur Orgelnacht am Pfingstsonntag. Auch in diesem Jahr wollen wir Sie gern zu dieser Klangreise einladen, natürlich – wie so vieles in diesem Jahr – digital.

In diesem Jahr kommt die Königin ausnahmsweise zu Ihnen nach Hause: Wir haben die Dokumentarfilmer Calle Overweg und Michael Weihrauch eingeladen, mit uns eine Kurzfilmreihe zu produzieren. In unseren Orgelportraits zeigt Kantorin Svenja Andersohn, wie ein Plenum aufgebaut ist, Sebastian Brendel spielt Schumann, wir erzählen die sehr besondere Geschichte der Orgel in der Martin-Luther-Gedächtniskirche und erklären, wie ein Schwellwerk funktioniert. Die ersten sechs Folgen unserer Kurzfilmreihe erscheinen am Pfingstsonntag um 18 Uhr unter ts-evangelisch.de/orgelportraits und auf dem YouTube-Kanal des Kirchenkreises. Und manchmal ist digital nicht nur anders, sondern auch besser: Wir müssen uns nicht auf einen Abend und sechs Orgeln beschränken. Im Laufe des Sommers präsentieren wir Ihnen an gleicher Stelle sechs weitere Folgen unserer Portraitreihe, unter anderem aus Marienfelde und der Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg.

Falls Sie nach so viel königlich-digitalem Hausbesuch mal wieder Lust haben, sich auf den Weg zu machen zur Audienz bei der Königin, dann merken Sie sich bitte den 11. September vor: An diesem Samstag können wir Sie hoffentlich zur Orgelnacht Tempelhof-Schöneberg vor Ort in unseren Kirchen empfangen.

Kantor Christoph Hagemann für die Kirchenmusiker in Tempelhof-Schöneberg

Verdi-Requiem mitsingen!

Endlich wieder gemeinsam Singen! Viele warten schon sehnsüchtig darauf, aber noch brauchen wir etwas Geduld. Damit die Wartezeit nicht zu lang und die Stimme nicht zu rostig wird, beginnen wir mit den ersten Proben digital. Und das hat durchaus auch Vorteile: Jeder kann die Töne zu seiner Zeit und in seinem Tempo lernen: zurückspulen, wenn etwas zu schnell geht und vor, wenn schon alles klar ist. Spätestens nach den Sommerferien treffen wir uns wieder vor Ort. Solange Bedarf besteht, zeichnen wir die Proben für die auf, die wegen Corona noch nicht wieder persönlich dabei sein können.

Hier gibt es Einsingen, Noten und Probenvideos. Wöchentlich kommt ein neuer Abschnitt dazu. Viel Freude beim Singen - erst recht denen, die neu dazukommen. Wir freuen uns immer über frische Stimmen, jetzt erst recht!

Jahreslosung 2021

Seit vielen Jahren fahren eine Reihe Familien aus dem Schöneberger Norden im Januar zur Familienfreizeit. Wir beschäftigen uns am Start des neuen Jahres mit der Jahreslosung – unter anderem, indem interessierte Teilnehmer gemeinsam mit mir einen Kanon komponieren. In diesem Jahr mussten wir auf ein digitales Alternativprogramm ausweichen. Und wir haben es tatsächlich geschafft, in einer Zoom-Konferenz gemeinsam einen Kanon zu komponieren. Viel Freude damit! Er darf gern weitergegeben und vervielfältigt werden.

Corona

Anfang Oktober war es noch möglich, auf dem St.-Matthäus-Kirchhof dem 100. Todestag von Max Bruch zu gedenken und im im Freien mit viel Abstand zu singen (Fotos: Harry Schöpke). Aktuell müssen unsere Angebote wieder pausieren, um das Virus einzudämmen.